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Gottesdienste
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Was ziehst du heute an?

20.09.2026

Mit einem anschaulichen Bild machte der Apostel Domenig im Gottesdienst mit der Jugend Basel und Mittelland deutlich, dass christliche Eigenschaften nicht einfach von selbst entstehen. Freundlichkeit, Demut, Sanftmut oder Geduld wollen immer wieder ganz bewusst «angezogen» werden.

Dem Gottesdienst lag das Wort aus Kolosser 3,12 zugrunde: «So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.» Bereits Stammapostel Jean-Luc Schneider hatte dieses Bibelwort in einem Jugendgottesdienst in Afrika verwendet.

Der Apostel griff das Bild des Anziehens auf und verglich die genannten Eigenschaften mit Kleidungsstücken in einem Kleiderschrank. Darin finden sich Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld. Aus diesem «Kleiderschrank» dürfen und sollen wir uns ganz bewusst bedienen.

Nicht jedes Kleidungsstück scheint dabei von Anfang an perfekt zu passen. Manches wirkt vielleicht noch etwas zu gross. Das soll uns jedoch nicht davon abhalten, es anzuziehen: Wir können hineinwachsen.

Gleichzeitig machte der Apostel deutlich, dass Anziehen eine bewusste und aktive Handlung ist. Die genannten Eigenschaften stellen sich nicht einfach von selbst ein, sondern brauchen immer wieder unseren eigenen Willen und unser Bemühen.

Und noch ein Gedanke gehörte zum Bild: Wenn es um uns herum einmal «heiss» wird, sollten wir die schönen Kleider nicht gleich wieder ausziehen. Gerade in schwierigen oder angespannten Situationen zeigt sich, ob Freundlichkeit, Geduld und Sanftmut Teil unseres täglichen Handelns geworden sind.